Details
Fokus: Ein Zweifamilienhaus in Küsnacht wird in Etappen zum nachhaltigen Wohnhaus umgebaut. Der Bestand aus den 1970er-Jahren wird strukturell, energetisch und gestalterisch weiterentwickelt. Durch gezielte Eingriffe entsteht ein flexibles Wohnkonzept, das sich an unterschiedliche Lebensphasen anpasst, sorgfältig geplant und ortsbezogen umgesetzt.
Nummer: 1021.00
Disziplin: Architektur, Innenarchitektur
Typologie: Wohnen
Leistung: 2 Vorstudien, 3 Projektierung, 4 Ausschreibung, 5 Realisierung
Jahr: 2018 (Vorprojekt), 2019-2020 (Planung und Ausführung)
Kosten: CHF 1’050’000.00
Standort: Obere Heslibachstrasse, 8700 Küsnacht
Status: Realisiert
Fotograf: Studio Gataric Fotografie
Medien: Häuser Modernisieren - Nr.03/24, Hauseigentümer - Nr.15/22, Hauseigentümer - Nr.13/22
Das Projekt
Das stattliche Haus in Küsnacht war im Jahr 1976 vom Architekten Christoph Jung, dem Enkel des bekannten Psychoanalytikers C. G. Jung, geplant und gebaut worden. Es liegt auf einem grossen begrünten Grundstück mit Blick auf den Zürichsee. In seiner Aufteilung und Ausstattung entsprach es vor dem Umbau noch weitestgehend der Entstehungszeit in den siebziger Jahren. Doch trotz der in die Jahre gekommenen Substanz entschieden sich die neuen Eigentümer, das geerbte Gebäude zu erhalten. Allerdings wünschten sie sich für den Bau ein frisches neues Gesicht. Der Auftrag beim Umbau des Zweifamilienhauses in Küsnacht war von Anfang an klar definiert: Die Bauherrschaft wollte das Haus mit einer Kernsanierung von einem Zweifamilien- zu einem Einfamilienhaus umbauen. Dabei sollte es modern und umweltfreundlich werden, ohne dabei den ursprünglichen Charakter ganz zu verlieren. «Wichtig war beim Umbau aber vor allem auch der ökologische Aspekt», sagt Stefan Müller vom Architekturbüro Raumtakt.
Weiter nutzen, aber richtig – so lautete die Devise bei diesem Zweifamilienhaus in Küsnacht. Mit einem Fünf-Jahres-Plan für die Sanierung verfolgen die Eigentümer zusammen mit ihrem Innenarchitekten das Ziel, daraus ein grosszügiges und umweltfreundlicheres Zuhause für eine einzelne Familie zu machen. NZZ Residence, 3/2022 von Nicola Schröder
Die Gebäudesanierungen von Raumtakt haben einen hohen Anspruch an die Umweltfreundlichkeit eines Hauses. Dabei ist es dem Architekturbüro aber auch ein Anliegen, die Budgetvorgaben der Bauherrschaft jederzeiut zu erfüllen. Bei dem Haus in Küsnacht hat man sich deshalb auf einen gestaffelten Fünf-Jahres-Plan für den Gesamtumbau festgelegt. In diesem Hauptprojekt wurde das Haus umgebaut, später sollen noch weitere Aspekte für eine umweltfreundliche Lösung hinzukommen. «Wichtig war dabei, dass ein Architekt genug früh kontaktiert wird und die Planung sauber umgesetzt werden kann». Damit konnte Raumtakt den Ansatz verfolgen, ein zukunftsträchtiges Haus mit energetischen Massnahmen zu erstellen. Doch was bedeutet zukunftsträchtig? In der ersten Phase des Projekts wurde auch ein Bauphysiker beauftragt, der mithalf, umweltfreundliche Produkte zu evaluieren. So wurde schliesslich das Dach mit Cellulose-Floken, die aus wiederverwendbarem Papier bestehen, gebaut. Auch bei den Fenstern kam eine Dreifach-Isolierung zum Zug. Der von Raumtakt erstellte Plan sieht nun vor, dass in fünf Jahren Erdsondenbohrungen gemacht werden und diese Technologie bei einer neuen Heizung eingesetzt wird.
«Es gab klare Anforderungen an das Haus, etwas an die Küche, die halboffen werden sollte, an die Anzahl der Zimmer sowie die Erschliessung zum grossen Wohnzimmer», erklärt Stefan Müller. Dazu musste er mehrere Durchbrüche im Haus vornehmen sowie auch Einbaulösungen zusammen mit einem Schreiner vornehmen.
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RAUMTAKT hat neben der ehemaligen Fraumünsterpost bei der Zürcher Bahnhofstrasse ein neues Umbau-Projekt abgeschlossen. Für die weltweit tätige Aquila Capital aus Hamburg durften wir an der Poststrasse 3 einen Office-Umbau in der Zürcher Innenstadt erstellen. Das prägendste Merkmal an dem Umbau ist, dass er komplett nachhaltig umgesetzt wird. Dabei werden verschiedenste Materialien «re-used». Wir haben ausschliesslich mit Schweizer Produkten gearbeitet, so etwa beim Eichenparkett sowie auch bei den Sanitäter-Armaturen und Möbel. Dieser Anspruch passt perfekt zur Philosophie der Aquila Capital, die ausschliesslich nur alternative Investments tätig und sich für einen nachhaltigen Planeten einsetzt.